Aus der Chronik des Ostseebades Binz


1318 Erste Erwähnung des Ortsnamens Byntze in einer Steuererhebung der Grafschaft Streu, Siedlungskern ist die heutige mittlere Bahnhofstraße und die Rabenstraße, daneben existieren die Einzelgehöfte Granitz-Hof und Aalbeck, Kirchdorf und Zentrum des Kirchspiels ist Zirkow.

um 1830 Gäste des Fürsten zu Putbus baden an der Mündung der Ahlbeck

1835 Errichtung einer einklassigen Schule

um 1850 Bauern können das vom Fürsten zu Putbus gepachtete Land kaufen

ab 1860 Vereinzelte Badegäste im Dorfkrug

1870 Die ersten 80 Badegäste im Jahr

um 1876 Bau des ersten Hotels

1876 Erste Verbindungsstraße Dorf-Strand (Putbuser Straße)

1883 Bau des ersten Hotels in Strandnähe (Strandhotel) durch Wilhelm Klünder

1884 Binz wird offiziell Badeort

1888 Gründung der "Aktiengesellschaft Ostseebad Binz", verstärkte Bautätigkeit

1892 Binz wird selbständige Landgemeinde

1893 Bau des ersten Kurhauses und des Kaiserhofes

1895 Bau der Kleinbahnstrecke Putbus-Binz, die Strandpromenade wird angelegt

1898 Bau der ersten Post (Haus Kliesow in der Hauptstraße)

vor 1900 Errichtung von Damen- und Herrnbädern am Strand

1901 Abschluss des Konkurs der "Aktiengesellschaft Ostseebad Binz"

1902 Die 600 m lange Seebrücke wird erbaut

1903 Trinkwasserversorgung und Kanalisation in Binz

1904 Binz erhält ein Elektrizitätswerk (Jasmunder Straße) und elektrisches Licht

1905 Zerstörung der Seebrücke durch Sturm in der Neujahrsnacht, Wiederaufbau

1906 Das Kurhaus wird durch einen Brand zerstört

1908
Aufbau des zweiten Kurhauses, Errichtung des Familienbades

1912 Brückenunglück – 14 Tote durch Ertrinken nach dem Einsturz eines Brückenteils

1913 Einweihung der Kirche

1922 Abbruch des Herrenbades

1928 Das Postgebäude in der Zeppelinstraße wird in Betrieb genommen

um 1932 Abbruch des Familienbades, der letzten Badeanstalt am Strand

1937 Beginn der Arbeiten am KdF-Seebad Prora, der Kurplatz wird neu angelegt

1938 Das Bahnhofsgebäude Binz (heute DB) wird erbaut

1939 Bahnlinie Lietzow-Binz eröffnet

1942 Zerstörung der Seebrücke durch Eis

1945 Hotels, Pensionen und Villen in Binz werden durch Flüchtlinge und Umsiedler belegt

1950 Binz wird Bad der SDAG (Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft) Wismut

nach 1950 Fortsetzung des Bauens im ehemaligen KdF-Bad Prora, es entstehen Kasernen für die Volkspolizei, später Nutzung durch die Nationale Volksarmee

1952 Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Lietzow-Binz

1953 "Aktion Rose" – Besitzer von Hotels, Pensionen und Häusern in Binz werden willkürlich kriminalisiert, verhaftet und enteignet

1956 Der FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) übernimmt das erste Ferienheim ("Seeschloß")

ab 1972 Bau neuer Ferienheime für den FDGB – Haus "Arkona", Haus "Rügen", Haus "Rugard" usw.

ab 1990
Mit der politischen Wende setzt eine Zeit großer Veränderungen in Binz ein. Zahlreiche Villen an der Strandpromenade und im gesamten Ort werden an die früheren Eigentümer zurückübertragen, sie werden saniert, rekonstruiert oder neu aufgebaut und wieder als Hotels, Pensionen oder Appartementhäuser genutzt. Auch die ehemaligen Ferienheime des FDGB werden privatisiert, völlig modernisiert – alle laden nun als Hotels zahlreiche Gäste ein. Daneben entstehen zahlreiche neue Gebäude sowohl an der Peripherie als auch im Ortszentrum, wobei viel Wert auf eine bauliche Anpassung an die Häuser der Bäderarchitektur gelegt wird. Die Straßen und Bürgersteige werden umfangreich instand gesetzt, die Strandpromenade wird in Richtung Prora verlängert, der Kurplatz erhält eine neue Gestaltung.

1990 Gründung des Fremdenverkehrsverein Binz e.V.

1994 Einweihung der neuen Seebrücke

1998 Einweihung der neuen Gemeindeverwaltung in der Jasmunder Straße

2000 Eröffnung des Hauses des Gastes

2002 Eröffnung des Kurparkes

2003 Fertigstellung des Parks der Sinne am Schmachter See

2004 Sanierung des Binzer Kleinbahnhofes und feierliche Übergabe


( Quelle: Ortschronik Binz )

 

Historie der Seebrücke im Ostseebad Binz


Binz wurde als kleines Fischerdorf Byntze 1318 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1830 hat Fürst zu Putbus die ersten Badehütten aufgestellt. Im Jahre 1870 waren es immerhin 80 Personen, die im Dorfkrug und in schilfgedeckten Hütten der Fischer Unterkunft fanden. 1876 wurde das erste Hotel gebaut, und mit der Gründung der Actiengesellschaft Ostseebad Binz setzte eine fieberhafte Bautätigkeit ein, die bald Hotels und Pensionen in ganzen Straßenzügen entstehen ließen.

Die erste Brücke, eine 560 m lange Holzbrücke, weihte man im Sommer 1902 ein. Diese wurde bereits 1904 durch eine gewaltige Sturmflut zerstört. 1905 wieder aufgebaut, erhielt sie 1910 den Namen Prinz-Heinrich-Brücke. Am 28. Juli 1912 ereignete sich eine folgenschwere Katastrophe. Beim Anlegen eines Dampfers zerbrach ein hölzerner Querbalken und riß ca. 50 Menschen mit ins Wasser. Es gab dabei 17 Tote. Dieses Ereignis war der Anlaß, dass 1913 in Leipzig die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) gegründet wurde. Über 50 Jahre gab es keine Seebrücke, da im strengen Winter 1942/43 die zerstörte nicht wieder aufgebaut wurde.

Erst seit Mai 1994 besitzt Binz wieder eine 370 m lange Seebrücke. Jedes Jahr seit 1994 findet Mitte Juni für zwei Tage das Binzer Seebrückenfest statt. Höhepunkt des zweitägigen Festes ist am Samstagabend das feierliche Feuerwerk über der Binzer Seebrücke.

 

 

Und hier noch etwas ganz konkret zur Historie der Putbuser Straße und der Villa Amanda:
Binz, die Putbuser Straße -
und die Villa Amanda

 

 

 

 

 


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